Eisvogel Foto: R.Stankewitz
   
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  Heuschrecken als Bioindikatoren - NAJU bestimmt Heuschrecken auf der Kugelfangtrift


Die NAJU Langenhagen traf sich zur Kartierung von Heuschrecken und untersuchte die Insekten mit Präzisionslupen                   (Foto: Ricky Stankewitz)
Im Rahmen ihres von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderten Projektes "Heuschrecken als Bioindikatoren" kartierte die Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen bei ihrem letzten Treffen Heuschrecken auf der Kugelfangtrift. Anzahl und Häufigkeit der Arten geben dabei den Zustand eines Lebensraums wieder.

Auch das eher durchwachsene Wetter hielt die Jugendlichen nicht davon ab, sich mit Kescher, Lupen und Bestimmungsliteratur auf den Weg zur Kugelfangtrift zu machen. Auf der Fläche war die NAJU bereits im Rahmen des Projektes „Für einen Strich mehr in der Landschaft“ aktiv und hatte Kleingewässer gepflegt, an denen Kreuzkröten heimisch sind.

Doch auf den Magerrasenwiesen im Landschaftsschutzgebiet „Kugelfangtrift“ ist nicht nur das letzte Vorkommen der Kreuzkröten zu finden – neben seltenen Pflanzen sind hier auch verschiedene Heuschreckenarten heimisch. Schnell merkten die Jugendlichen, dass die Bestimmung ähnlicher Arten alles andere als trivial ist. „Winzige Merkmale, wie die Flügelunterkante oder einzelne Felder auf den Flügeln sind schon bedeutende Unterscheidungsmerkmale“, erklärte Projektleiter Ricky Stankewitz.

Präzisionslupen und Fachliteratur halfen der NAJU bei
der Bestimmung der Heuschrecken   
(Foto: Ricky Stankewitz)
Unerlässlich bei der Bestimmung waren daher die von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderten Präzisionslupen. Stankewitz freute sich besonders über das rege Interesse der Jugendlichen, denn gerade bei schwierigen Arten könne die Bestimmung erheblich viel Zeit in Anspruch nehmen. Eine große Hilfe bei der Bestimmung war das Buch "Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirol" der Autoren: Jürgen Fischer, Daniela Steinlechner, Andreas Zehm, Dominik Poniatowski, Thomas Fartmann, Armin Beckmann, Christian Stettmer. Neben der Roten Keulenschrecke, die auf der Roten Liste (RL) in Niedersachsen (Nds) als stark gefährdet eingestuft ist (Stand 2005), kartierte die NAJU folgende Heuschrecken: Blauflügelige Ödlandschrecke RL Nds. 2, Rotleibiger Grashüpfer RL Nds. 2, Heidegrashüpfer RL Nds 3, gefährdet, Verkannter Grashüpfer (Vorwarnliste), Rotleibiger Grashüpfer, Brauner Grashüpfer.

„Dass so viele stark gefährdete RL-Arten auf der Kugelfangtrift zu finden sind, unterstreicht einmal mehr die große Bedeutung des Gebietes für den Artenschutz", fasste Stankewitz die Ergebisse zusammen.



 
NAJU Langenhagen tritt für das Klima in die Pedale

Finn Jüngling ist Kapitän des Teams
Finn Jüngling ist Kapitän des Teams
NAJU Langenhagen beim Stadtradeln
2017                           (Foto: Jüngling)
Seit dem 28. Mai sammelt die Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen wieder Kilometer bei der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“. Ziel des Wettbewerbes ist es, möglichst viele Menschen dafür zu begeistern, mit dem Rad statt dem Auto zu fahren und sich so aktiv für den Klimaschutz einzusetzen. 17 Mitstreiter um Kapitän Finn Jüngling radelten in der ersten Woche bereits 766 Kilometer und sparten somit 108,7 kg CO2 ein.

Ansporn für die Jugendlichen ist dabei auch der direkte Vergleich innerhalb des eigenen Teams und der Vergleich mit den anderen angemeldeten Gruppen aus Langenhagen. In einem Radelkalender tragen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihre Ergebnisse online ein. Dort können sie direkt sehen, was sie aktiv für den Klimaschutz getan haben und welches Team in ihrer Kommune gerade bei den geradelten Kilometern die Nase vorn hat.

In diesem Jahr liegt die NAJU nach einer Woche in der Rubrik mit den meisten Teilnehmern und Teilnehmerinnen auf Platz 1. Nach absoluten Kilometern gerechnet radelt das Team im Mittelfeld und liegt auf einem guten fünften Platz. Da jeder Kilometer, der mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zurückgelegt wird, Kohlendioxid-Emissionen vermeidet und so zum Klimaschutz beiträgt, werden die Jugendlichen auch in Zukunft gerne in die Pedale treten.

Mehr zur Aktion „Stadtradeln“ in Langenhagen ist auf folgender Homepage zu finden: https://www.stadtradeln.de/langenhagen/
 

 
»Für einen Strich mehr in der Landschaft« - Pflegeeinsatz bei den letzten Kreuzkröten Hannovers


Gemeinsam mit der NAJU Hannover und der Helfen AG des Gymnasiums Langenhagen pflegte die NAJU Langenhagen Kleingewässer an der Kugelfangtrift (Foto: Katja Woidtke)
Auf den Magerrasenwiesen an der Kugelfangtrift ist das letzte Vorkommen der Kreuzkröte in Hannover zu finden.

Gemeinsam mit der NAJU Hannover und der Helfen AG des Gymnasiums Langenhagen traf sich die Naturschutzjugend des NABU Langenhagen dort Anfang Februar an den Kleingewässern, um bei einem Pflegeeinsatz den Lebensraum der seltenen Amphibie zu erhalten.

Im Rahmen des Projektes »Für einen Strich mehr in der Landschaft« sollen auch in Langenhagen passende Lebensräume für eine Wiederansiedlung der Kreuzkröte geschaffen werden.


Die Kreuzkröte zählt zu den streng geschützten Arten gemäß Bundesnaturschutzgesetz und ist auf der Roten Liste der gefährdeten Amphibien in Niedersachsen inzwischen in der Kategorie 2 als "stark gefährdet" geführt. Ein typisches Erkennungsmerkmal für sie ist der gelblich-weiße Streifen auf ihrem Rücken. An der Kugelfangtrift sind während der Laichzeit von April bis Mai die beeindruckenden Konzerte der Froschlurche zu hören. Ihr Ruf schallt dabei mehrere hundert Meter weit. Da Kreuzkröten auf flache, vegetationsarme und besonnte Tümpel als Laichgewässer angewiesen sind, wurden während des mit der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover sowie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bereich Bundesforst abgestimmten Pflegeeinsatzes an drei Kleingewässern Birken, Weiden und Erlen an den Ufern entfernt. Bereits im letzten Jahr hatte die Helfen AG des Gymnasiums Langenhagen hier gute Vorarbeit geleistet. Mit vereinten Kräften wurden nun die Wurzeln gerodet. Dabei entstanden auch offene Bodenstellen mit lockerem Boden, die die Kreuzkröte zum Eingraben benötigt.

Bevor es zur abschließenden Mittagspause mit Gemüseeintopf, Tee und Kuchen ging, brachten die Helfer das Holz an den Wegerand, von wo es vom Landschaftspflegehof der Region Hannover abtransportiert werden wird. „Der Pflegeeinsatz war ein voller Erfolg und hat mit der Gruppe viel Spaß gemacht. Herzlichen Dank an alle, die dabei waren“, freute sich Einsatzleiter Ricky Stankewitz abschließend über die gelungene Aktion. Ende Mai können sich die Jugendlichen bei einer weiteren Tour an die Kleingewässer vom Erfolg ihres Einsatzes überzeugen – denn der wird dann deutlich hörbar sein.


       
  Mit vereinten Kräften wurden die Wurzelballen im Uferbereich entfernt
(Foto: Ricky Stankewitz)
  Kleingewässer nach dem Pflegeeinsatz
(Foto: Ricky Stankewitz)
  Zum Abschluss konnten sich die Helfer mit einer leckeren Gemüsesuppe und Kuchen stärken (Foto: Katja Woidtke)  

 
Ein neues Beet für Kräuter und Heilpflanzen

Das Kräuterbeet bekam einen Rahmen aus Rasenkanten-
steinen                                              (Foto: Oliver Woidtke)
Am Ufer der Wietze liegt die Naturinsel – Treffpunkt der Rudi Rotbein Gruppe und der Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen. Die Fläche wurde dem NABU Langenhagen von der Region Hannover zur Verfügung gestellt und bietet auf 2.500m² Fläche mit Trockenmauer, Insektenhotel und Kräuterbeet ausreichend Platz für spannende Naturbeobachtungen. Die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe werden hier an die Natur herangeführt und die Jugendlichen der NAJU setzen verschiedene Projekte um.

Im August meinte es Petrus beim monatlichen Treffen der NAJU nicht gut mit den Jugendlichen, die an diesem Tag eigentlich einen Pflegeeinsatz auf der Naturinsel geplant hatten und weitere Aktionen besprechen wollten. Doch nach einer Stunde musste das Treffen wegen eines heftigen Platzregens bereits abgebrochen werden. Umso motivierter war die NAJU Anfang September, als es dieses Mal bei strahlendem Sonnenschein wieder auf die Naturinsel ging, um das Kräuterbeet neu anzulegen. Im Lauf der letzten vier Jahre war dieses immer mehr von der wilden Wiese überwuchert worden. Nun wurden die Kräuter- und Heilpflanzen aus dem Beet entfernt und Rasenkantensteine gesetzt, um die Fläche in Zukunft leichter pflegen zu können.

Betreuerin Christine Pracht hatte vorab das nötige Material besorgt und hob gemeinsam mit Dominik einen kleinen Graben rund um die geplante Größe des Beetes aus. In einer Schicht aus Sand wurden nun die Kantensteine trocken verlegt. Hilfsmittel für die perfekte Ausrichtung waren dabei Schnur und Wasserwaage, die Betreuer Oliver Woidtke dabei hatte. Mit dem Gummihammer und Stampfer gaben Insa und Anja den Steinen den nötigen Halt. Das Beet selbst wurde umgegraben und Katja, Arne und Leif entfernten alte Wurzeln aus der Erde. „Beim nächsten Treffen bekommt das Kräuterbeet eine weitere Etage und neue Pflanzen“, kündigt Christine Pracht die Pläne der NAJU an.
 

 
Kümmel, Borretsch und Co.


Zur Stärkung gab es leckeren Kräuterquark
(Foto: Christine Pracht)
In diesem Sommer hat die Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen verschiedene Projekte auf der Naturinsel geplant. Kräuter und Heilplanzen standen beim Treffen der NAJU im April im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Betreuerin Christine Pracht entfernten die Jugendlichen Gras aus dem Kräuter- und Heilpflanzenbeet und machten es mit Spaten und Harken fit für den Frühling. Dabei kamen auch einige selbstgezogene Pflanzen von Monika Misala-Dronia in die frische Erde. Sie hatte Kümmel, Süßdolde, Pfefferminze und Borretsch und für die Trockenmauer Mauerpfeffer und Hauswurz mitgebracht. Anja und Monika bestückten die Trockenmauer mit den neuen Pflanzen und achteten darauf, dass diese ausreichend sandige Erde für einen guten Start bekamen.

Dominik, Finn und Arne entschieden sich, den weit verbreiteten Sauerampfer auszulichten, um den anderen Pflanzen im Kräuter- und Heilpflanzenbeet Platz zum Wachsen zu geben Zwischendurch bereitete die Gruppe einen leckeren Quark aus Kräutern zu und Monika konnte den Jugendlichen gute Tips für deren Verwendung geben: "Wenn man noch nicht aufgeblühte Löwenzahnknospen mit Zwiebeln anschwitzt, ist das ein köstlicher Snack.“. Mit dem Eintopfen von Fenchelsamen ging für die NAJU ein ereignisreicher Nachmittag zu Ende. 

       
  Gemeinsam wurde im Kräuter- und Heilpflanzen-
beet gearbeitet
(Foto: Christine Pracht)
  Anja und Monika bepflanzten die Trockenmauer
(Foto: Christine Pracht)
  Das Kräuter- und Heil-
pflanzenbeet wurde umgegraben
(Foto: Christine Pracht)
 

 
Kreativer Nachmittag bei der NAJU Langenhagen


Finn, Ricarda, Katja und Anja verbrachten einen
lustigen Nachmittag mit kreativen Ideen
(Foto: Katja Woidtke)
Beim letzten Treffen der Naturschutzjugend ließen Anja, Finn, Katja und Ricarda in Teams ihrer Kreativität freien Lauf. Betreuerin Christine Pracht hatte zwei Schüsseln mit Wasser gefüllt und vor den Jugendlichen aufgestellt. Mit verschiedenen Materialien konnten sie sich nun mit der Materie Wasser auseinandersetzen.

Nachdem anfangs die Köpfe noch etwas rauchten, sprudelten schließlich die Ideen, und Anja und Finn bauten eine Brücke aus Trinkhalmen, Wolle und Holzperlen. Ergänzt wurde die gut durchdachte Konstruktion mit Materialien aus der Natur - Stöckchen bildeten die Brückenpfeiler und Baumrinde den Brückenboden.

Ricarda und Katja bei den letzten Hand-
griffen an ihrer pfiffigen Konstruktion
(Foto: Katja Woidtke)
Ricarda und Katja entschlossen sich ebenfalls zum Bau einer Brücke. Dünne Zweige wurden miteinander verbunden und bildeten das Grundgerüst des kreativen Bauwerkes. Aus Stoffresten wurde flugs eine Hülle genäht, die der Brücke nicht nur ein pfiffiges Design, sondern auch die nötige Stabilität verlieh. Pompons aus Haushaltsschwämmen rundeten das Gesamtbild der Konstruktion ab.

Zwischendurch gab es Nervennahrung mit leckeren Honigbroten, die Hans-Jürgen Ratsch, erster Vorsitzender der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL) den Jugendlichen spendierte. "Hmmh, sind die lecker", mümmelte die Gruppe genüsslich die süße Leckerei und bedankte sich herzlich beim Spender.

Beim Basteln der Brücken kamen den Jugendlichen ganz nebenbei auch tolle Ideen für das Fest zum NABU-Jubiläum am 04. Juni 2016. Die NAJU wird eine spannende Rallye durch den Eichenpark für die Besucher der Veranstaltung vorbereiten. "Ihr seid einfach ein tolles Team!" freute sich Betreuerin Christine Pracht abschließend über die kreativen Jugendlichen und den gelungenen Nachmittag.



 
Macht Spaß – Ein Nachmittag auf der Naturinsel


Viele fleißige Hände machten die Naturinsel fit für den Winter. Besonders die Jugendlichen packten kräftig an. (Foto: Katja Woidtke)
Etwas versteckt hinter Büschen und Sträuchern liegt am Ufer der Wietze die Naturinsel, die auf 2.500m² Platz für viele verschiedene Tiere und Pflanzen bietet. Die Fläche, die dem NABU Langenhagen von der Region Hannover zur Verfügung gestellt wurde, wird regelmäßig von der Rudi Rotbein Gruppe und der Naturschutzjugend genutzt. Hier können die Kinder und Jugendlichen Tiere beobachten und Pflanzen bestimmen, denn in den verschiedenen Lebensräumen wie Trockenmauer, Teich, Insektenhotel oder Wildblumenwiese ist immer etwas los.

Um die Naturinsel fit für den Winter zu machen, traf sich Anfang Oktober die NAJU auf dem Gelände an der Wietze zu einem Pflegeeinsatz. Horst Wiechers und Ulrich Scholz hatten bereits vorab die Wiesenflächen gemäht, so dass die Jugendlichen das Gras nun harken und zum Kompost bringen konnten. Selbstständig und hoch motiviert legten die Mädchen und Jungen los und ließen den Komposthaufen schnell anwachsen.

An der Trockenmauer soll ein Lebens-
raum für Insekten wie den Sandlaufkä-
fer entstehen
(Foto: Katja Woidtke)
Voller Einsatz an Trockenmauer und Teich

Felix und Jan Niklas verlegten vor der Trockenmauer Steinplatten, auf die anschließend Sand geschüttet wurde, um im nächsten Jahr Insekten wie Sandlaufkäfern Lebensraum zu bieten. Arne entfernte mit Betreuerin Silke Brodersen Algen aus dem Teich. Der war zum Teil trocken gefallen und wurde nun von Arne wieder aufgefüllt. Gras war zu dicht an den Teichrand gewachsen und hatte so eine Menge Wasser aus dem Teich gezogen. Daher bauten Anja, Insa und Katja am kleinen Teich eine Kapillarsperre und legten dafür unter großer Kraftanstrengung die Teichfolie frei. Bei so viel Frauenpower war die Arbeit schnell erledigt und die Mädels konnten stolz auf das Ergebnis sein. Arne entfernte den Schlamm aus dem Eimer an der Wasserpumpe und wurde prompt erfinderisch, als er dafür eine längere Schaufel benötigte: Aus Klebeband, einer kleinen Schaufel und einem Stiel wurde das passende Werkzeug für die Aktion gebastelt.

Attraktiver Lebensraum für Singvögel

Die Naturinsel bietet auch Lebensraum für verschiedene Vogelarten. In den Schlehen- und Benjeshecken finden z.B. Amsel, Singdrossel und Nachtigall ein sicheres Versteck. Da durch den jungen Baumbestand allerdings nur wenige natürliche Nisthöhlen für Arten wie Kohl-, Blaumeise und Sperling vorhanden sind, hatte der NABU im Lauf der Jahre Nistkästen aufgehängt. Diese sind im letzten Jahr wieder gut angenommen worden, und gleich in mehreren Etagen wurden hier Nester gebaut. Damit auch im nächsten Jahr wieder gebrütet werden kann, wurden die Nistkästen nun von Felix und Betreuerin Christine Pracht gereinigt.

Leckereien für fleißige Helfer

Wer so fleißig anpackte, hatte sich natürlich auch eine Pause verdient. NAJU-Mitglied Annika hatte wieder die Verpflegung mit übernommen und brachte mit Edeltraud und Hagen Richter Kürbissuppe und Apfelkuchen zur Naturinsel. Mit leckerem Streuselkuchen verwöhnte Christine Pracht die Jugendlichen, die während der Pause bereits Pläne für das nächste Jahr schmiedeten. Dann möchten sie das Kräuter- und Heilpflanzenbeet als Hochbeet gestalten. Ricky Stankewitz, 1. Vorsitzender des NABU Langenhagen, besuchte zum Abschluss des Pflegeeinsatzes die NAJU und war begeistert vom Einsatz der Jugendlichen: "Wow, ihr seid ja fleißig gewesen", lobte er und freut sich bereits auf die weiteren Termine der Naturschutzjugend.


       
  Der Teich wurde aufgefüllt (Foto: Katja Woidtke)   Auch die Nistkästen wurden gereinigt
(Foto: Katja Woidtke)
  Die Mädchen legten eine Kapillarsperre an
(Foto: Katja Woidtke)
 

 
NAJU untersucht Kleingewässer um Engelbostel


Dominik, Ricky Stankewitz und Insa untersuchten Kleingewässer am Flughafen (Foto: Christine Pracht)
Mitte Juni machte sich die NAJU Langenhagen mit Fahrrädern auf den Weg nach Engelbostel zu den Kleingewässern am Flughafen. Zusammen mit Ricky Stankewitz und Christine Pracht wollten die Jugendlichen das Leben in und um die Teiche beobachten und kartieren.

Bereits im Jahr zuvor wurden dort Tiere beobachtet und gezählt. Den Jugendlichen fiel gleich auf, dass in diesem Jahr mehr Vierflecklibellen zu sehen waren. Einige schlüpften gerade und sonnten sich, um zu trocken. Ricky Stankewitz erklärte, dass diese relativ große Libellenart mehrere Stunden braucht, um ganz trocken zu werden. Des Weiteren wurden mehrere Gelbrandkäfer gefunden und besonderes Interesse galt zwei Käfern, die sich paarten. Das männliche Tier hält sich dabei sehr fest auf dem Weibchen und bleibt teilweise bis zu drei Tagen auf ihrem Rücken. Die eigentliche Befruchtung dauert aber nur 15 Minuten. Gelbrandkäfer sind Räuber, die kleinere Wassertiere fressen. Die Jugendlichen fanden noch drei Kammolche, die zu den streng geschützten Arten zählen, und mehrere Wasserfrösche. Alle Beobachtungen wurden notiert, so dass im nächsten Jahr verglichen werden kann, wie sich die Artenvielfalt an den Kleingewässern entwickelt hat. Welche Tiere sind häufiger vertreten, wo ist der Bestand gleich geblieben oder sogar rückläufig?

Auf dem Rückweg wurde bei der Betreuerin Christine Pracht Zwischenstopp gemacht, um selbstgebackene Muffins zu genießen. Bald ging es mit Rädern wieder zurück nach Langenhagen. Die gefahrenen Kilometer wurden in die Stadradelkalender der NAJU eingetragen. Auch in diesem Jahr hatte die Naturschutzjugend Langenhagen wieder bei der Aktion »Stadtradeln« ein eigenes Team am Start. In dieser Zeit versuchten die Jugendlichen, mit Verstärkung durch Familie und Freunde, möglichst viel mit dem Rad zu fahren, um den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß zu verringern. Die Radtour nach Engelbostel brachte dabei einige Kilometer in die Stadtradelkalender der NAJU.


 
»Fokus Biologische Vielfalt« - NAJU Langenhagen untersucht Kleingewässer in Kananohe


Ricky Stankewitz (links) machte sich mit der NAJU auf den Weg zu den Kleingewässern
(Foto: Oliver Woidtke)
Bei der Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen dreht sich im aktuellen Programm alles um das Projekt »Fokus Biologische Vielfalt - von der Naturerfahrung zur politischen Bildung« der NAJU Deutschland, das Jugendliche für die Bedeutung der biologischen Vielfalt sensibilisieren möchte. Zehn Schlüsselarten wie z.B. Europäischer Biber, Grünspecht und Europäischer Laubfrosch bieten dabei spannende Möglichkeiten zum Einstieg in das Thema. Die NAJU Langenhagen beschäftigt sich in erster Linie mit den in Langenhagen und der Region Hannover vorkommenden Schlüsselarten und untersuchte nun Kleingewässer in Kananohe auf dort vorkommende Amphibien, Libellen und andere Insekten.

Mit Gummistiefeln, Keschern, Zettel und Stift ausgestattet machten sich die Jugendlichen mit Betreuer Ricky Stankewitz auf den Weg zu zwei Kleingewässern in Kananohe, um diese auf die dort vorkommenden Arten zu untersuchen. An beiden Gewässern wurden Laubfrösche und Teichmolche nachgewiesen. In Gewässer 1 wurden außerdem Bergmolche gefunden. Der Kammmolch (Triturus cristatus) ist der größte unserer heimischen Molche und lebt bevorzugt in Gewässern mit verkrauteter Unterwasservegetation. Wo er lebt, ist eine artenreiche Amphibiengesellschaft anzutreffen. Der Kammmolch gehört zu den europaweit geschützten Arten (Quelle: www.nabu.de) und konnte von den Jugendlichen an beiden Kleingewässern nachgewiesen werden.

Neben den genannten Amphibien wies die NAJU außerdem in beiden Gewässern Gelbrandkäfer, Wasserskorpion und Larven von Klein- und Großlibellen nach. Ricky Stankewitz zeigte sich begeistert von den Funden der Jugendlichen: „Sie zeigen, wie wichtig, der Erhalt dieser Kleingewässer für die Artenvielfalt in Langenhagen ist.“ Eine ausführliche Analyse werden die Jugendlichen am Ende ihres Projektes vorstellen. Ein besonderer Dank geht bereits jetzt an NAJU-Mitglied Ricarda, die die Funde vorbildlich dokumentierte..

       
  Laubfrosch an den Kleinge-
wässern in Kananohe
(Foto: Oliver Woidtke)
  Die NAJU entdeckte mehrere Ballen Grasfroschlaich in Kananohe
(Foto: Ricky Stankewitz)
  Gemeinsam wurden die Funde bestimmt und protokolliert
(Foto: Oliver Woidtke)
 

 
NAJU Langenhagen reist in unser Sonnensystem


Die NAJU begab sich auf eine virtuelle Reise ins Universum                           (Foto: Katja Woidtke)
Mit dem Merkspruch "Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel" trat Armin Brodersen mit der NAJU zu einer virtuellen Reise ins Universum an. Und die Jugendlichen kannten sich bereits gut mit unserem Sonnensystem aus. Sie wussten, dass Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun Planeten dieses Systems sind und auf einer Umlaufbahn die Sonne umkreisen. "Der Pluto zählt inzwischen nicht mehr zu unseren Planeten - er ist ein Kleinstplanet", erklärte Brodersen den aufmerksam zuhörenden Jugendlichen.

Die gingen während des dreistündigen Vortrages weiteren spannenden Fragen zu den Weiten des Weltalls auf den Grund und hoben, wenn auch nur in Gedanken, ab ins Universum. Armin Brodersen konnte seine Begeisterung für dieses Thema packend vermitteln und beantwortete die Fragen der Jugendlichen anschaulich.

"Warum dürfen Astronauten auf dem Mond nicht hüpfen?"

Da der Mond weniger Masse als die Erde hat, muss ein Astronaut dort weniger Gewicht bei gleichem Kraftaufwand bewegen. Er könnte also eigentlich ganz einfach große Sprünge machen. Auf dem Mond gibt es jedoch keine Atmosphäre und ohne diese Atmosphäre verdampfen Wasserteilchen bereits von Eiswürfeln. Da die äußere Hülle des Schutzanzuges der Astronauten wie ein Druckanzug wirkt, darf er auf keinen Fall beschädigt werden. Denn der menschliche Körper besteht überwiegend aus Wasser. Würde dieses verdampfen, tritt bereits nach 45 bis 50 Sekunden eine Ohnmacht ein. Astronauten würden sich somit in Lebensgefahr begeben, wenn sie auf dem Mond große Sprünge machen, dabei womöglich stürzen und den Schutzanzug beschädigen.

"Was ist Gravitation?"

Die Gravitation (Schwerkraft) gehört zu den vier Grundkräften der Physik. Auf der Erde bewirkt sie, dass wir nach unten fallen. Planeten werden durch diese Kraft auf ihrer Umlaufbahn gehalten. Platziert man zwei Gegenstände ganz ruhig im All, werden sie sich durch die Schwerkraft erst langsam und dann immer schneller aufeinander zubewegen, bis sie eine gemeinsame Masse bilden. So ähnlich sind auch Planeten entstanden .

Wer weitere Fragen zu unserem Universum hatte, konnte seine Nase in eines der mitgebrachten Fachbücher stecken und sich intensiv mit Schwarzen Löchern, Sternschnuppen und Meteoriten beschäftigen. In Lichtgeschwindigkeit ging der Nachmittag viel zu schnell zu Ende und die Jugendlichen bedankten sich bei Armin Brodersen für den spannenden Vortrag zu einem faszinierenden Thema, das sie sicher noch länger fesseln wird.


 
Wissenschaftlicher Nachmittag bei der Naturschutzjugend Langenhagen


Bei verschiedenen Experimenten lernte die NAJU spielerisch physikalische Phänomene kennen (von links nach rechts: Jan Niklas, Julian, Anja, Katja Dominik und Insa)                                                   (Foto: Katja Woidtke)
Dass Naturwissenschaft spannend ist, konnte die Naturschutzjugend (NAJU) Langenhagen bei ihrem letzten Treffen auf spielerische Art und Weise feststellen. NAJU-Mitglied Jan Niklas (16) hatte für den wissenschaftlichen Nachmittag einige Experimente aus dem Bereich der Physik vorbereitet.

Richtig tüfteln konnten die Jugendlichen bei dem Versuch, einen Flaschenteufel (auch Kartesischer Taucher genannt) zu bauen. In einer mit Wasser gefüllten und verschlossenen PET-Flasche sollte dieser Teufel an der Wasseroberfläche schwimmen und beim Zusammendrücken der Flasche nach unten sinken. Zur Verfügung standen für diesen Versuch Streichhölzer, Zahnstocher, Bimsstein und etwas Knete. Die passende Materialzusammenstellung zu finden, war gar nicht so einfach. Aber Versuch macht klug und so schafften es die Jugendlichen aus zwei Streichhölzern und etwas Knete einen Flaschenteufel zu basteln. Durch die Luft in den Streichholz-Köpfen hatte der Flaschenteufel genügend Auftrieb, um an der Wasseroberfläche zu schwimmen. Wurde die Flasche zusammengedrückt, erhöhte sich der Druck im Innern der Flasche. Die Luft im Flaschenteufel wurde komprimiert. Dadurch nahm ihr Volumen und auch der auf sie entfallende Auftrieb ab. Da aber das Gewicht des Flaschenteufels gleich geblieben war, sank er zu Boden.

Von Tönen und Schwingungen

Wie man einen Zahnstocher auf einem Glas hüpfen lassen kann, ohne ihn oder das Glas zu berühren, zeigte Jan Niklas bei seinem nächsten Versuch. Dafür wurden zwei mit etwas Wasser gefüllte Weingläser dicht nebeneinander aufgestellt, ohne dass sie sich berührten. Auf einem der Gläser wurde ein Zahnstocher abgelegt. Mit einem angefeuchteten Finger umkreisten die Jugendlichen nun nacheinander den Rand des zweiten Glases. Ein hoher Ton war zu hören und die Geschwister Katja und Anja schafften es als Erste, den Zahnstocher nebenan hüpfen zu lassen. Da sich Töne wellenförmig ausbreiten, wurde die Schwingung des ersten Glases auf die Luft und anschließend auf das zweite Glas übertragen. Dies begann dadurch ebenfalls zu schwingen und das Streichholz bewegte sich.

Gekoppelte Pendel

Erstaunen erzeugte auch der Versuch zum gekoppelten Pendel. Dafür wurde zwischen zwei Stühlen eine ca. 1m lange Schnur gespannt. An dieser Schnur wurden mittig mit etwas Abstand zueinander zwei mit Wasser gefüllte Flaschen an jeweils 20cm langen Schnüren befestigt. „Was passiert, wenn ich eine der Flaschen schwingen lasse?“ fragte Jan Niklas die aufmerksamen Jugendlichen. Dass bei diesem Versuch Energie von der einen auf die andere Flasche übertragen wird, hatten Dominik, Annika, Ricarda und die anderen NAJUs schnell heraus, über das Ergebnis waren dann aber doch alle überrascht. Gekoppelte Pendel versetzen einander nach und nach in Schwingung. Während Pendel 1 nach und nach weniger schwingt, hat sich die Energie immer mehr auf Pendel 2 übertragen. Das schwingt am meisten aus, wenn Pendel 1 zum Stillstand gekommen ist. Nun beginnt dieser Prozess von vorne.

Nach einigen weiteren Versuchen, bei denen die NAJU-Mitglieder und ihre Betreuer viel Spaß hatten, nutzten die Jugendlichen den ersten Schnee in diesem Winter zu einer ausgiebigen Schneeballschlacht im Eichenpark.


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