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NABU-Langenhagen Newsletter
Die neuesten Tipps, News, Aktionen und Termine. |
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NABU-Langenhagen

Unsere monatl. Treffen im Wasserturm |
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Hier geht´s zu den Rudi Rotbein Seiten |
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Feldhasenjunge benötigen fast nie Hilfe – NABU bittet darum die Tiere nicht aufzunehmen
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| Feldhase Foto: R. Stankewitz |
Zum Höhepunkt der Brut- und Setzzeit kommt es häufig vor, dass Spaziergänger junge Feldhasen scheinbar verlassen in der Natur finden. Die Tiere wirken mit ihrer geringen Größe und ihrem schüchternen Verhalten völlig hilflos. Wenn Naturfreunde dann Weit und Breit keinen erwachsenen Feldhasen sehen, kommen sie schnell auf den Gedanken, dass man dem Häschen doch helfen müsste und nehmen das Hasenjunge mit nach Hause. Genau damit tut man in der Regel das Falsche. Viele Menschen wissen nicht, das Feldhasen ihre Jungtiere meist nur in der Morgen- und Abenddämmerung säugen. Den Tag über bleiben die Jungtiere regungslos in ihren Verstecken, die eben zum Teil gar nicht so versteckt sind. Nach Auskunft der Wildtierschutzstation Sachsenhagen suchen sich die weiblichen Hasen zum Teil die verrücktesten Verstecke für Ihre Jungtiere aus. Von einer bewachsenen Verkehrsinsel auf einer Straße bis zum Fußballplatz war schon alles vertreten.
Ein weiteres Problem ist, dass sich junge Hasen nur sehr schwierig von Hand aufziehen lassen. Häufig treten bei der Fütterung mit Ersatzmilch Verdauungsprobleme auf. Erschwerend hinzu kommt, dass die Hasen sehr empfindlich auf Keime reagieren. Wenn die Junghasen Durchfall bekommen, was bei der Handaufzucht leider recht häufig vorkommt, ist das schon ein fast sicheres Todesurteil für die Tiere. Selbst wenn die Handaufzucht erfolgreich ist, wird es sehr schwierig die Tiere wieder auszuwildern, weil die natürliche Scheu vor dem Menschen verlernt wurde. Die größten Überlebenschancen haben die jungen Hasen also, wenn man sie dort wo sie entdeckt wurden in Ruhe lässt. Wir möchten daher an alle Spaziergänger und Naturfreunde appellieren, die nur scheinbar hilflosen Junghasen nicht anzufassen oder aufzunehmen und darauf zu vertrauen, dass die Hasenmutter ihr Junges nicht »ausgesetzt« hat.
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Spannende Laubfroschexkursion in Kananohe
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Auch ein bescheidener Natur-
schützer muss mal gelobt wer-
den: Dipl. - Biologe Uwe Manzke |
»Internationales Jahr der Biologischen Vielfalt«
– Ein König in seinem Reich –
Erfolgreiche Schutzmaßnahmen des NABU Langenhagen begeistern die Teilnehmer
Anfang Mai hatte der Naturschutzbund NABU Langenhagen wieder zum traditionellen Laubfroschkonzert eingeladen. Zahlreiche Langenhagener folgten dieser Einladung und wollten den Klängen dieser außergewöhnlichen und stark gefährdeten Amphibienart lauschen. Nach einigen einleitenden Worten zum landesweiten und äußerst erfolgreichen Amphibienschutz-Projekt »Ein König sucht sein Reich« nutzte der 1. Vorsitzende des NABU Langenhagen Ricky Stankewitz die Gelegenheit, um den Projektkoordinator Uwe Manzke für seine langjährige ehrenamtliche Arbeit im Amphibien- und Naturschutz zu danken. „Uwe Manzke setzt sich seit 30 Jahren aktiv für den Schutz von zum Beispiel Reptilien, Heuschrecken, Libellen, Urzeitkrebsen, Amphibien und hier ganz besonders für den Laubfrosch ein. Dabei wirkt er fast immer im Hintergrund, ohne sich ins Rampenlicht zu stellen“ lobte Stankewitz. „Ohne seine intensive und fruchtbare Arbeit wäre es nicht nur in Langenhagen um alle diese Tiergruppen schlechter gestellt.“ so Stankewitz weiter.
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Beschädigung wegbegleitender Gehölze im
Landschaftsschutzgebiet
Foto: Uwe Manzke |
Bevor es dann zum eigentlichen Konzert ging, wurde im alten Feuerlöschteich am Parkplatz Hasenheide nach Molchen gesucht. Auch hier zeigte sich die langjährige Erfahrung Manzkes, der binnen kürzester Zeit einen männlichen und einen weiblichen Bergmolch fand und den interessierten Naturfreunden die Merkmale und Geschlechterunterschiede erklärte. Nachdem es vollständig dunkel wurde, ging es dann zu den Kleingewässern im NABU Projektgebiet am Rande des Kananoher Forstes. Auf dem Weg dahin gab es allerdings eine unangenehme Überraschung. Eine größere Menge Erdaushub, vermischt mit Mulchabfällen war rücksichtslos in die den Weg begrenzenden Büsche und Bäume geschoben und diese dadurch zum Teil schwer geschädigt worden. Außerdem wurden durch diese unsinnige Aktion Ruhe- und Versteckmöglichkeiten für Vögel, Reptilien und andere Kleintiere stark beeinträchtigt. „Derartige Dinge kommen leider immer wieder vor, was aber nicht heißt, dass wir dies einfach so hinnehmen, vor allem nicht im Landschaftsschutzgebiet.“ erläuterte Stankewitz. „Wir haben den angerichteten Schaden mit Fotos dokumentiert und werden diese an die untere Naturschutzbehörde der Region Hannover weiterleiten. Da wir aber nicht überall gleichzeitig sein können, würden wir uns über Hinweise aus der Bevölkerung zu möglichen Beeinträchtigungen der Langenhagener Natur und Umwelt sehr freuen. In der Regel wird der betreffende Verursacher dazu verpflichtet den Schaden wieder auszugleichen und muss, vor allem im Wiederholungsfall ein Bußgeld bezahlen. Dies hält hoffentlich andere davon ab sich genauso rücksichtslos zu verhalten.“ so der Vorsitzende des NABU Langenhagen weiter.
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| Laubfrosch Foto: Uwe Manzke |
Im Projektgebiet angekommen gab es dann das ersehnte Laubfroschkonzert. „In Langenhagen ist die größte Laubfroschpopulation der Region Hannover beheimatet. Durch gezielte Biotoppflege in den letzten Jahren konnten wir die Bestände stabil halten, vielleicht sogar leicht erhöhen. Geht es dem anspruchsvollen Laubfrosch gut, geht es vielen, vielen weiteren Tier- und Pflanzenarten auch gut!“ erläuterte Manzke. „Langfristig hoffen wir weitere Kleingewässer, aber auch Hecken und Gebüsche, an geeigneten Stellen anlegen und pflegen zu können, um so wieder einen funktionierenden Kleingewässer- und Biotopverbund als Lebensraum bedrohter Arten in Langenhagen zu errichten und auf Dauer zu gewährleisten. Wir arbeiten dabei eng mit Landwirten, der Stadt, Naturschutzbehörden und anderen zusammen.“ ergänzte Stankewitz.
Mit der Sicherung von Laubfroschlebensräumen wird also auch ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität geleistet. „Mit der Unterstützung unserer Mitglieder und der Mitarbeit der vielen Aktiven im Naturschutz können wir hier, lokal und regional, das erreichen, was für die Politik noch ein weit entferntes Ziel ist, nämlich effektive Naturschutzmaßnahmen die nachhaltig zur Sicherung der biologischen Vielfalt dienen.“ so Stankewitz abschließend.
Mehr zum Amphibienschutz des NABU und seiner Partner im Internet:
www.nabu-laubfrosch.de (Ein König sucht sein Reich in der Region Hannover)
www.nabu-koenig.de (Landesweite Darstellungen mit vielen nützlichen und ansprechend dargestellten Informationen zum Amphibienschutz)
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Martinskirche in Engelbostel ist »Lebensraum Kirchturm«
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In einem Kirchturm in Engelbostel lebt eine Eule, eine Schleiereule um genau zu sein. Mit ihr Leben dort auch noch Fledermäuse im Dachgebälk. Die Tolkien Freunde unter Ihnen werden gemerkt haben, dass der Anfang dieses Beitrages an den kleinen Hobbit angelehnt ist. Im Gegensatz zu diesem einzigartigen Roman ist diese Geschichte Realität. Gemeint ist der Turm der Martinskirche in Engelbostel.
Bei einer Besichtigung des Kirchturms durch Regine Tantau wurden eindeutige Spuren, die auf die Anwesenheit einer Schleiereule und vielen Fledermäusen hindeuten, gefunden. Leider ist es heute nicht selbstverständlich, dass bedrohte Tierarten, wie eben Schleiereule, Fledermäuse oder auch Mauersegler einen Unterschlupf in Gebäuden finden. Insbesondere bei Sanierungen werden häufig Quartiere vernichtet, ohne einen entsprechenden Ausgleich für die Tiere zu schaffen.
Der Turm der Martinskirche ist in dieser Hinsicht ein vorbildliches Musterbeispiel. An der Turmspitze gibt es noch eine sogenannte „Uhlenflucht“ durch die Eulen ein- und ausfliegen können. Auch Spalten, die große genug sind, um Fledermäuse ins Turminnere gelangen zu lassen sind vorhanden. Dies war für uns Grund genug die Martinskirche mit der NABU Plakette »Lebensraum Kirchturm« auszuzeichnen. Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes am 28. Februar 2010 wurde die Plakette zusammen mit einer Urkunde an Herrn Pastor Podszus überreicht. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und sind froh einen Beitrag zum Erhalt der Schöpfung leisten zu können.“ sagte Pastor Podszus bei der Entgegennahme der Auszeichnung.
Spannend bleibt die Frage, welche Fledermausarten den Kirchturm nutzen. Dieser Frage wollen wir im Sommer auf den Grund – oder besser auf den Turm gehen. Natürlich werden wir Sie auf dem Laufenden halten. An dieser Stelle möchte ich auch die Mitglieder anderer Kirchengemeinden einladen sich am Projekt „Lebensraum Kirchturm“ zu beteiligen. Selbst wenn bisher noch kein Lebensraum vorhanden ist, kann dieser mit wenig Aufwand und ohne bauliche Veränderungen geschaffen werden. |

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Nach der Mitgliederversammlung – oder was sich geändert hat
Am 19. Februar 2010 fand die Mitgliederversammlung des NABU Langenhagen, dank unserer Zusammenarbeit mit der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen (NVL), erstmals im Wasserturm im Eichenpark statt. Dabei wurde nicht nur über die Tätigkeiten des NABU im Jahr 2009 berichtet, sondern es wurden auch wichtige Beschlüsse für die zukünftige Arbeit des NABU Langenhagen gefasst.
Ein Hauptthema war die Änderung unserer Satzung, die unter anderem wegen aktueller Gesetzesänderungen notwendig war. Bei der Gelegenheit haben wir auch einige Formfehler beseitigt. Die für uns bedeutendste Änderung ist, dass wir unseren Vorstand nun um bis zu drei Beisitzer erweitern können. Außerdem wurde die Jugendmitgliedschaft genauer definiert und das maximale Alter für eine Jugendmitgliedschaft von 25 auf 27 Jahre erhöht. Des weiteren wurde die Haftung des Vorstandes auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt. Eine weitere wichtige Neuerung in der Satzung ist, dass wir jetzt auch die gesetzlichen Möglichkeiten zur Förderung ehrenamtlich aktiver Mitglieder nach Maßgabe der Ehrenamtspauschale verankert haben.
Das die Änderung der Satzung ein Schritt in die richtige Richtung ist, bewies die anschließende Wahl der Beisitzer. Während andere Vereine Probleme haben die Posten im Vorstand zu besetzen, können wir uns freuen Silke Brodersen für den Bereich Jugendarbeit und Georg Obermayr für die tatkräftige Unterstützung der Vorsitzenden, unter anderem durch die Teilnahme an Terminen die wir berufsbedingt zeitlich nicht wahrnehmen können, für den erweiterten Vorstand zu gewinnen. |

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Der Kormoran ist Vogel des Jahres 2010
Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben den Kormoran zum »Vogel des Jahres 2010« gekürt. Die beiden Verbände wollen sich damit offensiv für den Schutz des Kormorans einsetzen, der nach seiner Rückkehr an Seen und Flüsse wieder zu tausenden geschossen und vertrieben wird. „Unter dem Vorwand eines ausgewogenen Kormoran Managements haben mehrere Bundesländer spezielle Kormoran-Verordnungen erlassen, die den bestehenden Schutz der Vögel untergraben“, erklärte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Diese Verordnungen erlauben die Tötung von Kormoranen unabhängig von einem
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Lunas Rettung –
NABU Langenhagen pflegt kleine Fledermaus gesund
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Die Helden dieser Geschichte:
links Helin Bogan, rechts Rabea Scheckel
Foto: Ramona Scheckel |
Anfang Juni 2009 wurde auf dem Schulhof der Grundschule Engelbostel eine geschwächte Fledermaus gefunden. „Einige Kinder haben der Fledermaus an den Flügeln gezogen und sie in ein Gebüsch geworfen“ berichteten Helin Dogan und Rabea Scheckel, die Heldinnen dieser kleinen Geschichte.
Die Kinder nahmen das völlig erschöpfte Tier mit nach Hause, woraufhin sich Rabeas Mutter ratsuchend an Ricky Stankewitz vom NABU-Langenhagen wandte. Ramona Scheckel brachte mit den Kindern zusammen die Fledermaus zu Ricky Stankewitz, welche als weibliche Rauhhautfledermaus, eine Art, die auf der Roten Liste der gefährdeten Säugetierarten in Niedersachsen in der Kategorie 2, als stark gefährdet geführt wird, identifiziert wurde.
Nachdem die Fledermaus im Hause Stankewitz angekommen war, bekam sie den Namen »Luna«. Die erste Fütterung gestaltete sich sehr schwierig. Luna wollte die mit einer Pinzette angebotenen Mehlwürmer nicht fressen. Wolfgang Rackow, Fledermausexperte für den NABU Niedersachen gab telefonisch fachkundigen Rat und half das Problem zu lösen.
Nach diesen Anfangsschwierig-
keiten ging es mit Luna stetig bergauf. Sah es am ersten Abend noch so aus, dass Luna die Nacht nicht überleben würde, ging es ihr in den folgenden Tagen immer besser.
Schon am dritten Tag musste man Luna nicht mehr zum Fressen überreden. Die angebotenen Mehlwürmer wurden förmlich aus der Pinzette gerissen, woran man das »Raubtier« Fledermaus erkennen konnte. Nachdem das Gewicht von Luna innerhalb von fünf Tagen von fünf Gramm auf sieben Gramm erhöht werden konnte, sollte am Freitag der erste Versuch zur Auswilderung stattfinden. Allerdings schien Luna noch nicht fit genug zu sein, woraufhin ihr noch eine weitere Nacht zur Erholung gegönnt wurde. Am Samstagabend kam dann endlich der große Moment. Es war unglaublich, Luna mit kräftigen Flügelschlägen in den Abendhimmel steigen zu sehen. Nach einigen Erkundungskreisen entschwand die kleine Fledermaus in der Ferne.
An dieser Stelle möchte Ricky Stankewitz das mutige Eingreifen von Helin und Rabea lobend hervorheben. Ohne die Hilfe der beiden Kinder hätte Luna nicht überlebt! Im Namen des NABU Langenhagen herzlichen Dank für den Einsatz von Helin Dogan und Rabea Scheckel.
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Vogel des Jahres |
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| Der Kormoran ist Vogel des Jahres 2010 |
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Naturbeobachtung in Langenhagen |
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