Eisvogel Foto: R.Stankewitz
   
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15 Jahre NABU Langenhagen – Abwechslungsreiche Jubiläumsfeier mit spannenden Vorträgen und Fledermausführung

Abendsegler
Der Abendsegler (hier ein Archivbild) gehört zu den in
Langenhagen heimischen Fledermausarten
(Foto: Ricky Stankewitz)
Im März 2001 gründete sich die Ortsgruppe des NABU Langenhagen. Seither setzen sich die Ehrenamtlichen des Vereines aktiv für den Naturschutz in unserer Stadt ein und blicken nun auf 15 erfolgreiche Jahre mit spannenden Projekten zurück. Der erste Vorsitzende des NABU, Ricky Stankewitz, freut sich auf viele Besucher, die am 04.06.2016 ab 15:00 Uhr gemeinsam mit ihm und den Aktiven des Vereins dieses Jubiläum begehen: „Wir laden alle Langenhagener herzlich ein, mit uns zusammen zu feiern!“ Treffpunkt ist das Gemeindehaus der Ev.-luth. Elisabeth-Kirchengemeinde am Kirchplatz 7 in Langenhagen. Stankewitz freut sich außerdem, dass Naturschutz-Vereine aus Langenhagen und der Region ebenfalls aktiv an der Gestaltung der Feier beteiligt sind und den Besuchern ein abwechslungsreiches Programm geboten wird.

Kerstin Bosse vom NABU Gehrden wird um 16:30 Uhr in ihrem Beitrag zum Gebräudebrüterschutz erläutern, wie Mauerseglern, Schwalben und Co. geholfen werden kann. Um 17:30 Uhr stellt Ricky Stankewitz die Erfolge im Amphibienschutz in seinem Vortrag »Ein König erhält sein Reich zurück« vor. An Informationsständen und bei Projekt-Ausstellungen können sich die Besucher über die Vielfältigkeit der teilnehmenden Vereine und des NABU Langenhagen informieren. Mit dabei ist auch die Naturkundliche Vereinigung Langenhagen e.V. (NVL) mit der IGS List, die um 18:30 Uhr den Vortrag »Ein Winterquartier für Fledermäuse« halten werden. Die Rudi Rotbein Gruppe und die Naturschutzjugend bieten von 16:00 bis 18:30 Uhr Aktionen für Kinder an. Mit dem von der NAJU ausgearbeiteten Rallyebogen können Besucher den Stadtpark kennenlernen.

Auch für das leibliche Wohl ist bei der Geburtstagsfeier gesorgt: Am Kuchenbuffet werden süße Leckereien, Kaffee, Tee und alkoholfreie Kaltgetränke zu zivilen Preisen angeboten. Beim Stand des Vereins Acker Pella e.V. können sich die Besucher mit veganem und vegetarischem Essen verwöhnen lassen.

Um 20:30 Uhr klingt die Feier mit einer spannenden Fledermausführung aus. Ausgestattet mit Fledermausdetektoren und Taschenlampen spazieren die Teilnehmer durch den Eichenpark und Stadtwald. Dabei können Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Wasserfledermaus, Zwergfledermaus und mit Glück auch weitere Arten bei der unermüdlichen Jagd nach Insekten beobachtet werden. Da die Führung um ca. 23:00 Uhr endet, können Kinder nur in Begleitung eines Erwachsenen teilnehmen.

Die Mitglieder des NABU Langenhagen erhalten außerdem eine persönliche Einladung zur Feier, die auf dem Postweg zugestellt wird.

Veranstaltungsort:
Martinshaus, Gemeindehaus der Ev.-luth. Elisabeth-Kirchengemeinde, Kirchplatz 7, 30853 Langenhagen
Ansprechpartner: Georg Obermayr, Tel. 0511 – 73 78 33
E-Mail: georg.obermayr@nabu-langenhagen.de


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Jugendgruppen unterwegs: Anmeldungen zum Naturerlebnis-Wochenende 2016 auf NABU Gut Sunder ab sofort möglich


Die idyllische Lage von NABU Gut Sunder gefällt großen
und kleinen Naturschützern
                                                         (Foto:  Katja Woidtke)
NABU Gut Sunder liegt mitten im Naturschutzgebiet und auch in diesem Sommer werden die Jugendgruppen des NABU Langenhagen dort wieder ein Wochenende voller Abenteuer in der Natur verbringen. Kinder und Jugendliche von sechs bis 16 Jahren können vom 11. bis 12. Juni 2016 nach Herzenslust am Froschteich keschern, auf der wilden Wiese Insekten unter die Lupe nehmen oder am Bach Staudämme bauen. Gemeinsame Spiele stärken die Gemeinschaft und machen kleinen und großen Teilnehmern Spaß. Am Abend knistert dann das Lagerfeuer und nach der spannenden Nachtwanderung fallen alle müde in ihre „Betten“ - Die Kinder der Rudi Rotbein Gruppe im Strohhotel und die Jugendlichen der NAJU in ihren Zelten.

Details zur Fahrt:

Für die Übernachtung der 6- bis 12-jährigen Kinder im Strohhotel gibt es 20 Plätze. Für die 12- bis 16-jährigen Jugendlichen gibt es 10 bis 15 Plätze auf dem Zeltplatz. Die Teilnehmer fahren gemeinsam mit einem Reisebus nach NABU Gut Sunder und werden am Sonntag dort von ihren Eltern abgeholt. Die Verpflegung beinhaltet zwei leckere Mittagessen, ein Abendbrot und ein Frühstück - alles in Bio-Qualität. Zwischendurch gibt es Biogemüse und -obst sowie Getränke. Der Unkostenbeitrag pro Teilnehmer beträgt 30,- €. Den Differenzbetrag zu den eigentlich anfallenden Kosten übernimmt der NABU Langenhagen. Teilnahmebedingung ist, dass die Kinder und Jugendlichen Mitglied im NABU Langenhagen e.V. sind oder es bei der Anmeldung werden. Zur Vergabe der freien Plätze folgende Hinweise: Wenn mehr Anmeldungen eingehen als Plätze vorhanden sind, werden die Kinder bevorzugt, die regelmäßig an den Terminen der Rudi Rotbein Gruppe oder der NAJU teilgenommen haben. Anmeldungen für das Naturerlebnis-Wochenende werden ab sofort entgegengenommen. Bitte geben Sie bei der Anmeldung das Alter Ihres Kindes an.

Ansprechpartnerin: Katja Woidtke, Tel.: 0511 - 77 57 43
E-Mail: katja.woidtke@nabu-langenhagen.de



 
Bingo-Umweltstiftung fördert Acker-Renaturierung in Langenhagen


Die Pflanzungen wurden durch Aktive von NABU und NAJU
Langenhagen durchgeführt.                  (Foto: R. Stankewitz)
Der NABU Langenhagen kann mit großzügiger Unterstützung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung rechnen, um einen ehemaligen Acker zu renaturieren.
Sie stellt 38 800 Euro zur Verfügung, damit die 1,3 Hektar große Fläche so bearbeitet werden kann, dass sie dem Arten- und Naturschutz dient.
Das Gelände trägt als Teil des Projekts »Lebendige Wietzeaue« zur Vernetzung der Lebensräume nördlich von Langenhagen bei.



Damit das gelingt, waren umfangreiche Arbeiten erforderlich. So wurde unter anderem der Mutterboden abgetragen und auf einen nördlich an den Rodelberg angrenzenden Acker verteilt. Auf Teilen des Grundstücks werden standortgerechte Gräser und Kräuter angesät. Etwa 20 Prozent der Fläche bleiben einheimischen Arten überlassen, die sich auf natürliche Weise aussäen. Die am Rand mit kleinen Lücken gepflanzten Hecken und Wildobstbäume dienen als Sicht- und Eindringschutz, sowie als Nahrungsgrundlage für Insekten. Wegen des hohen Wildbestands werden die Pflanzen einige Jahre durch einen Wildschutzzaun geschützt. Ein Kleingewässer mit Flachwasser-Bereich, dessen Größe sich den natürlichen Grundwasserschwan-kungen anpasst, bietet Kreuzkröten, Kammmolchen und Laubfröschen neue Areale. Neben diesen seltenen Amphibien, profitieren auch viele andere Tier- und Pflanzenarten wie Libellen, verschiedene Wasserkäfer oder der Wasserhahnenfuß. Daneben werden Bodenbrüter wie Kiebitz, Schwarzkehlchen und Wiesenpieper sowie in den Hecken Neuntöter, Rebhuhn und weitere Kleinvögel erwartet.

Fläche nach Abschluss der Landschaftsbauarbeiten mit
Blick vom Rodelberg aus.                (Foto: R. Stankewitz)
Im Umfeld des Kleingewässers erwarten wir eine Mischung von feuchtem Grünland und die Entwicklung von mesophilem (mäßig feuchtem) Grünland trockener Standorte auf der restlichen Fläche. Möglicherweise entwickelt sich auch Sandmagerrasen. „Die Maßnahme stärkt insbesondere den Arten- und Naturschutz, da sie viele ganzheitliche Komponenten miteinander verbindet“, begründet Karsten Behr, Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die Förderung.

Abschließend noch ein paar beeindruckende Zahlen zum finanziellen Volumen des Projektes: Insgesamt wird das Projekt etwas mehr als 100.000,- Euro (Flächenkauf und Maßnahmen) nach Umsetzung gekostet haben. Der Förderanteil beträgt dabei mehr als 84.000,- Euro, was verdeutlicht, dass für den NABU Langenhagen die Umsetzung eines solchen Projektes nur dank der finaziellen Unterstützung der Niedersächsichen Bingo Umweltstiftung, der Unteren Naturschutzbehörde der Region Hannover und der DHL Freight GmbH – Euronet Hannover möglich ist. Der Eigenanteil von knapp 16.000 Euro entspricht der umgerechneten ehrenamtlich erbrachten Arbeitsleistung (knapp 12.000,- Euro für rund 650 Std.) sowie einem baren Anteil von gut 4.000 Euro, den wir dank der Unterstützung unserer Mitglieder tragen können. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken!

Die Niedersächsische Bingo- Umweltstiftung fördert Umwelt- und Naturschutzprojekte sowie Projekte zugunsten der Entwicklungszusammenarbeit und der Denkmalpflege. Die Stiftung finanziert sich aus der Glücksspielabgabe und vor allem aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie. Weitere Informationen unter www.bingo-umweltstiftung.de.
 


 
Phantastische Bilder von der Vogelzugroute

Multivisions Vortrag mit Ulrike Hügel und Uwe Gohlke
         Ulrike Hügel (rechts) und Uwe Gohlke am Tysfjord
                       (Foto: Hügel-und-Gohlke.de)
Mit einem besonderen Leckerbissen für Naturliebhaber ist der Naturschutzbund im Januar in sein Programm 2016 gestartet. Die in Langenhagen bereits gut bekannten und beliebten Naturfilmer Ulrike Hügel und Uwe Gohlke zeigten in den Räumen der VHS ihren Multivisionsvortrag zur Vogelbeobachtung in Skandinavien und nahmen die zahlreich erschienenen Gäste mit auf den Weg der Zugvögel Richtung Norden.

Dabei berichteten die Vogelbeobachter über ihre mehrmonatige Reise entlang der Vogelzugroute zu den Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten im Norden Europas. Ihr Weg führte sie über Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen bis hinauf an die Eismeerküste.

Papageitaucher auf der norwegischen Insel Runde (Foto: www.Hügel-und-Gohlke.de)
Papageitaucher auf der nor-
wegischen Insel Runde
(Foto: Hügel-und-Gohlke.de)
Zu Fuß und mit dem Kanu erkundeten Hügel und Gohlke die Vogelwelt in Nationalparks und Naturreservaten. Die Zuschauer konnten den ohrenbetäubenden Lärm tausender dicht an dicht brütender Seevögel auf den steilen Vogelfelsen in Lappland miterleben und erfuhren interessante Details über die unglaublichen körperlichen Leistungen der Zugvögel, die sich jedes Jahr wieder auf ihre abenteuerliche Reise Richtung Norden und zurück begeben.

"Diese spektakulären Aufnahmen zeigten einmal mehr, wie faszinierend Natur sein kann. Die Begeisterung, die sie bei Menschen auslösen, sollte für alle ein Ansporn sein, die Natur zu schützen", riet der 1. Vorsitzende des NABU Langenhagen Ricky Stankewitz abschließend.

Weitere Informationen zu den Multivisionsvorträgen der Naturfilmer erhalten Sie unter www.Hügel-und-Gohlke.de/Augenblicke/Willkommen.html



Stabiler Bestand der Abendsegler - NVL und NABU kontrollieren Nistkästen in Langenhagen


Insa ist bei der NAJU aktiv und hilft bei der Nist-
kastenreinigung im Eichenpark Langenhagen
(Foto: Katja Woidtke)
Die Naturkundliche Vereinigung (NVL) und der Naturschutzbund Langenhagen (NABU) trafen sich Ende September zur traditionellen Nistkastenreinigung im Eichenpark und Stadtwald Langenhagen. Tatkräftige Unterstützung bei der Reinigung der 87 Kästen erhielten die ehrenamtlichen Helfer dabei von interessierten Langenhagenern und der Naturschutzjugend (NAJU). Ricky Stankewitz, Fledermausexperte und 1. Vorsitzender des NABU Langenhagen, freute sich besonders über den erneuten Nachweis des Braunen Langohrs und den stabilen Bestand des Abendseglers.

Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung machten sich die Helfer in zwei Gruppen auf den Weg vom Wasserturm zu den Nisthilfen im Eichenpark und Stadtwald. NVL und NABU reinigen jedes Jahr diese Nisthilfen, da Flöhe und Milben aus dem alten Nistmaterial das Brutgeschäft im nächsten Jahr stören würden. Mit Leitern, Spachtel und Drahtbürste ging es daher von einer "Hausnummer" zur anderen, um die Kästen zu säubern. Die einzelnen Nisthilfen tragen zur leichteren Zuordnung und anschließenden Dokumentation eine eigene Nummer. Auch Insa, Ricarda und Finn von der NAJU kletterten auf die von den Erwachsenen gesicherte Leiter und beseitigten die Nester von Meisen und Kleiber. Kleiber bauen dabei kein Nest im eigentlichen Sinn, sondern sammeln viele kleine Rindenstückchen von Nadelbäumen, die sie für ihr Brutgeschäft in alten Spechthöhlen oder in Nistkästen aufhäufen.

Das Braune Langohr konnte erneut in Langenhagen
nachgewiesen werden (Foto: Ricky Stankewitz)
Fledermäuse im Stadtwald

Ricky Stankewitz kontrollierte neben den Nistkästen für Vögel auch die Fledermauskästen im Stadtwald und konnte in drei verschiedenen Kästen insgesamt 22 Abendsegler zählen. Damit begeisterte er auch die Kinder, die mit ihm unterwegs waren. Denn so viele Fledermäuse auf einmal bekommt man nicht alle Tage zu sehen. "Der Bestand dieser Fledermausart hat sich somit bei uns stabilisiert", erklärte Stankewitz und freute sich auch über den erneuten Nachweis des Braunen Langohrs. Ein Highlight war auch der Fund einer Fransenfledermaus. "Die schonende Waldbewirtschaftung und Baumpflege, insbesondere das Liegenlassen des Totholzes, wirken sich positiv auf die Artenvielfalt aus", folgerte der 1. Vorsitzende des Naturschutzbundes.

Doch die Kästen wurden nicht nur von Vögeln oder Fledermäusen angenommen. Die Gruppe um Hartmut Lunau von der NVL staunte nicht schlecht, als Ricarda beim Reinigen eines Kastens auf einmal in zwei braune Knopfaugen einer Waldmaus blickte.

Nach insgesamt 87 kontrollierten Kästen trafen sich die Teams wieder am Wasserturm, um die Aktion bei belegten Brötchen und Kuchen gemütlich ausklingen zu lassen. Unterstützung bei der Verpflegung bekamen Edeltraud und Hagen Richter dieses Mal von NAJU-Mitglied Annika, die für alle Apfelmuffins gebacken hatte.

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